• 11. September 2010 14:09
  • Medien und Meinungen, Sendung vom 11.09.2010

Freiheit statt Angst, Wikileaks-Coup und eBay-Wiederverkauf

Die Meldungen vom 11.09.2010


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Diese Woche hat Vera Linß den Nachrichtenticker verfolgt – und berichtet von folgenden Neuigkeiten:
1) Wiederverkaufskultur im Internet? Chancen für nachhaltigen Konsum?
Können Produkte durch Wiederverkauf im Internet länger genutzt werden? Oder führt der Internethandel zum verstärkten und schnelllebigen Konsum von Neuwaren? Gefördert vom Bundesforschungsministeriums ging das Projekt „Vom Consumer zum Prosumer“ diesen Fragen nach. Mehr als 6.700 Internet-NutzerInnen gaben Auskunft, inwieweit sich ihr Konsumverhalten durch den Internethandel mit gebrauchten Produkten verändert hat. Wie lässt sich der internetbasierte Gebrauchtwarenmarkt nachhaltig intensivieren und optimieren? Am 8. September 2010 wurden die Forschungsergebnisse in Berlin präsentiert.

2) in neuer Wikileaks-Coup steht bevor – das Material soll dreimal umfangreicher sein als der im Sommer geleakte Dokumente-Berg zum Afghanistan-Krieg. Diesmal solle es um geheime US-Dokumente zum Irak-Krieg gehen. Das US-Magazin „Newsweek“ schreibt, es werde sich dabei um die „größte Veröffentlichung von Geheimdokumenten“ überhaupt handeln. Auch bei dieser, in einigen Wochen anstehenden Veröffentlichung werde Wikileaks mit mehreren Medien zusammenarbeiten, so wie zuletzt mit der New York Times, dem britischen Guardian und dem SPIEGEL. Weitere Details sind bisher noch nicht bekannt.

3) Der Großdemonstration „Freiheit statt Angst“, die in diesem Moment in Berlin stattfindet. Anlässlich des heutigen 11. September hat ein Bündnis von Bürgerrechtlern, Berufsverbänden und Gewerkschaften zu einer Demonstration für Datenschutz und gegen „den Überwachungswahn“ in Wirtschaft und Staat aufgerufen. Die Demonstration ist um 13.00 Uhr am Potsdamer Platz gestartet und geht dann durch die Berliner Innenstadt. Für 15 Uhr ist die Abschlusskundgebung geplant. Ziel ist u.a. die EU-Vorgaben zur verdachtslosen Aufbewahrung von Telefon- und Internetdaten zu kippen, auch der elektronische Einkommensnachweis soll endgültig gestoppt werden. Weitere Kritik gibt´s an der Gesundheitskarte und am Gesetzesentwurf zum Arbeitnehmerdatenschutz.