• 3. Mai 2014 13:05
  • Netzmusik, Sendung vom 03.05.2014

Freier Mix aus 2014

Die Netzmusik vom 03.05.2014


Für die Netzmusik hat Marcus Richter diesmal alles durcheinander gemixt, was der CC-Fundus des Internets hergegeben hat. Das Besondere dabei: Alle Tracks sind im immer noch ziemlich frischen 2014 erschienen.

Das Elektronikduo „Spiedkiks“ besteht aus C. „Kik“ Stark und A. „Spied“ Möller, die sich zwischen Stuttgart und Köln bewegen. Die Beiden mischen analoge und digitale Musik und wollen damit eine Mischung aus Big Beat, Breaks, Funk und Hip Hop kreieren – also alles, was so gerade in ist. Auf dem aktuellen Album „Little Smartphone People“ benutzen sie zum Beispiel Synthesizer, Violine und Plattenspieler. Eigentlich sollte der Longplayer das Album ein ruhiges Downtempo werden, aber das hat dann irgendwie doch nicht geklappt, schreiben die beiden. Hört man auch.

Rolemusic ist ein Musiker aus Südspanien, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den 8-Bit-Sound zu vertreiben. Dazu programmiert er nicht nur einfach Musik für seine Alben, sondern auch Soundtracks für Indiespiele. Die „Pop Singles Compilation 2014“ fasst die Tracks, alles elektronische Chiptunes-Stücke, aus drei Spielen zusammen. Leider verrät der Künstler nicht zu welchen Spielen die Musik gehört. Aber vielleicht können Sie es raushören – wir spielen “Python”.

Lava Lava ist der Künstlername von Silas Goss für Soloprojekte. Auf „The Way Birds Are“ fasst er zwei Jahre seiner Arbeiten zusammen – und das alles in ruhigen Instrumentalstücken. Wir hören „Life“.

MC Cullah stammt aus einer Familie mit vielen Talenten: Die Mutter war Jazz-Musikerin, der Vater Mathematiker und Informatiker. Mit gerade vier Jahren will er schon Piano gelernt haben, wenig später entdeckte er den Computer – beide Hobbys führten zur Musik. Jedes Jahr am 27. April (seinem Geburtstag) veröffentlicht er ein neues Album. Dieses Jahr war es „Cullahnary School“. Wir hören daraus „Blazing Day“.

Lorenzo’s Music sind eine 3-Mann-Band aus den USA, die sich selbst als  „Rockband with experimental styled pop“ beschreibt. Nicht nur musikalisch sind sie schon lange dabei, sie zeigten auch immer ein Faible für Creative Commons Lizenzen. Schon 2010 haben sie sich für eine Lizenz entschieden, die auch kommerzielle Verwertung zulässt – das trauten sich nicht viele Musiker. Ganz aktuell ist dagegen ihre Single „Low“.

 Vulpey heißt der wohl jüngste Künstler nicht nur dieser, sondern vieler Breitbandsendungen: blutjunge 16 Jahre ist er und kommt aus Washington. Der Amerikaner macht Dubstep und hat bis jetzt nur vereinzelte Tracks veröffentlicht, aber da kommt sicherlich und hoffentlich noch mehr. Wir hören „Resurrect“.

Playlist:

Spiedkiks – Mos Eisley Cantina

Rolemusic – Python

Lava Lava – Life

MC Cullah – Blazing Day

Lorenzo’s Music  – Low

Vulpey – Resurrect

Foto: „Zenith Stereo Console“ von Cameron Nordholm, CC BY 2.0