• 11. Oktober 2007 11:10
  • Besprechung, Sendung vom 13.10.2007

Frankfurter Buchmesse – Im Fokus: Digitalisierung


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Nach einer anfänglichen Ablehnung stehen die digitalen Medien heute selbst bei konservativen Verlagsmanagern im Zentrum der Aufmerksamkeit. „Von der Print- zur Medienmarke“ lautet das Motto. Doch die  Liste erfolgreicher deutscher Online-Verlagsprojekte ist denkbar kurz; die eigentlichen Innovationen kommen von branchenfremden Anbietern wie Google, Yahoo und Amazon.

Im Gespräch: Holger Ehling
– Wie zeigt sich der Schwerpunkt „Digitalisierung“ auf der diesjährigen Buchmesse? 
– Vergrößert sich die Kluft zwischen dem gedrucktem, urheberrechtlich geschütztem Wort und  frei verfügbaren Texten in Online-Bibliotheken?
– Wie sieht es mit den Lesegewohnheiten aus? Wird man zukünftig verstärkt am Bildschirm lesen?  Hat das Papier ausgedient?
– Welche Digitalisierungsstrategien verfolgen die deutschen Verlage?
– Verleger im Internet : Wirklich neue Chancen für die Branche? (Stichwort: Print on demand)
– Spielen Blogs und Podcasts/ Web 2.0 bei der Vermarktung schon eine Rolle?
Weitere Infos:
Das prominenteste Digitalisierungsprojekt: Google Booksearch –  ein Service der Suchmaschine Google mit dem Ziel, das in Büchern gespeicherte Wissen der Welt vorwiegend durch Digitalisierung für die Volltextsuche verfügbar zu machen. Google Book Search speist sich aus zwei Quellen: Google Print im engeren Sinn, dem – nicht weiter kontroversen – Kooperationsprojekt mit Verlagen, und dem juristisch umstrittenen Google Library, bei dem Bücher großer akademischer Bibliotheken ohne Zustimmung der Rechteinhaber massenweise gescannt werden.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels arbeitet mit der  „Libreka“ (ehemals Volltextsuche Online) an dem Aufbau einer eigenen Lösung für die Recherche in gedruckten Werken.   Bisher hätten rund 300 Verlage Verträge für »libreka!« unterschrieben, knapp 8.000 Titel seien bereits als PDF von den Verlagen angeliefert worden, die Marke von 10.000 Titeln werde demnächst überschritten.
„Deutsche Verlage starten Webinitiative“  Artikel von  Stefan Radomsky in der FTD