Flüchtlingstrek und Datentracker


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Millionen Menschen aus Syrien, Afghanistan, Irak und anderen Krisenstaaten sind auf der Flucht. Doch was von außen nach einer unkontrollierten Masse aussieht, ist in der heutigen Zeit ein stetiger Strom von Daten. Der UNHCR hat heute fast in Echtzeit Informationen über die Flüchtlinge in den Camps. Das Bild des Flüchtlingshelfers mit Klemmbrett und Stift ist Vergangenheit. In der Türkei, Jordanien und dem Libanon werden all die Menschen mit Hilfe von Iris-Scannern digital registriert – und später können sie durch die gleichen Geräte beispielsweise an Geldautomaten Bares abheben.

Der Libanon und Jordanien, diese beiden relativ kleinen Ländern im Nahen Osten, haben einen Großteil der Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen und meistern dies oft hervorragend für ihre Verhältnisse – eben auch durch die Nutzung von Big Data. Deutschland dagegen hat ordentlich Probleme mit der Registrierung, die teilweise noch über Fax läuft. Eher Stein-, als Neuzeit. Wir sprechen mit Ben Wagner und Raphael Bossong vom Centre of Internet and Human Rights der Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) über Datenrouten, Schutz von Außengrenzen und Privatssphäre sowie über Registrierungschaos.

Bild: Screenshot Syria Regional Refugee Response Inter-agency Information Sharing Portal

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