• 26. Oktober 2008 00:10
  • Netzmusik, Sendung vom 25.10.2008

„Eva Braun“ aus Serbien, Urban Country Music und Kuduro


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Netzmusik I: www.labelstar-music.com
Labelstar Music ist ein sehr freundliches Netlabel, das Musik von serbischen Künstlern zum kostenlosen Download anbietet. Und das nicht nur, wie man vermuten könnte, von Newcomern. Auch ein Best-Of-Album der serbischen Kult-Band mit dem provokanten Namen Eva Braun kann man runterladen. Inklusive einem neuen Lied. Eva Braun mit „Evergrin“. Diese Band hatte ihre erfolgreichste Zeit im Serbien der 90er Jahre. Eine Kritikerin des Rolling Stone hat mal über Eva Braun geschrieben, diese Band mache den besten Brit-Pop ausserhalb der Insel.
Eine andere Band, deren Musik man auf der Seite von labelstar-music runterladen kann, ist MIZU. Und da kommen wir auch schon zu einem der wenigen Schwachpunkte der Seite: so richtig viel Informationen über die Bands gibt es nicht. Da muss man erstmal einigermaßen umständlich suchen, um herauszufinden, dass MIZU zum Beispiel aus der selben Stadt kommen wie Eva Braun.
Netzmusik 2: www.myspace.com/dogberlin
Urban Country Music macht die Band Dog, steht auch der Myspace-Seite der Band – das liegt vielleicht an ihrer Metropolen-Heimatstadt Berlin. Hier haben sich die vier Bandmitglieder aus allen Teilen der Welt zusammengefunden. Der Sänger Brian Tiernan kommt aus Irland, Michael O’Ryan aus Canadas, Wulf Claussen aus Kiel und Nancy Darnel aus Chicago. Wir hören „Sweet Bells“ von der Berliner Urban Country Band Dog. Diese Band versucht erfolgreich nichts mit Klischees zu tun zu haben: sie klingen weder nach County-Cowboy-Musik, dafür singt Brian Tiernan zu lakonisch-cool, sie sind aber auch keine Berliner Spass-Country-Komiker. Klingt eher nach Johnny Cash mit eine bisschen Calexico. Dog – „Lay Down“
Netzmusik 3: www.mrphipson.de
Kuduro kommt aus Afrika genauer aus Angola. Und es ist natürlich Musik, eine Art Billig-Techno mit unglaublichen Rhythmen. Diese Musik-Richtung ist in Angola schon vor einigen Jahren entstanden und breitet sich jetzt allmählich in Deutschland aus. Das ist der Sound zu dem die Jungs und Mädchen in den Clubs und im Ghetto von Angola ausflippen. Denn da wurde diese Musik erfunden, vor einigen Jahren, mit billigstem Equipment: Handy-Klingeltöne und die Sounds, die im Computer schon installiert waren. Dafür mit umso mehr Enthusiasmus und viel Druck. Kuduro ist vergleichbar mit dem Baile Funk aus den brasilianischen Favelas. Die hat sich auch erst von der Strasse in den Club geschoben. Der DJ Mr. PHipson hat die beiden Ghetto-Stile gemischt.