• 21. Januar 2017 13:01
  • Netzmusik, Sendung vom 21.01.2017

Drops und dicke Scheiben

Die Netzmusik vom 21.01.2017


Dustin Gamble aus dem US-Staat Wyoming setzt sich mit seiner Akustikgitarre in eine leere Badewanne und beginnt zu singen (das klingt jedenfalls so). Zusammen mit dem zögerlichen Gesang ergibt das äußerst fragile Songs, wie z. B. den von uns gespielten „Show-me State Blues“.

Die argentinische Band Saturdaynighters hatte bereits im Oktober 2010 ihr Album „A day to remember“ veröffentlicht, das melodische Gitarrenstück „It’s evident“ daraus aber gerade noch einmal neu auf Bandcamp gestellt, weshalb es nun in der Sendung läuft.

Das spanische Duo Tentacles versteht sich als Sound-Laboratorium, in dem Musik zusammengemischt wird, die sich zwischen Videogame-Ästhetik und Science Fiction bewegt. Ob das so stimmt, kann man anhand des Songs „High Life“ überprüfen.

Eindeutig für große Massentänze und Feiercrowds à la Tomorrowland gemacht ist der EDM-Track „Views“ von Yannik Fischer: supereingängige Hook und reichlich Drops zum Draufloshüpfen inklusive.

Rapper Kill Bill aus Kalifornien hat in den letzten zwei Monaten jede Woche einen frischen Hiphoptrack veröffentlicht und jetzt alles in einem Album „Drop Season“ zusammengefasst. Daraus den Track „Smoke Break“, für den er noch Kollege Aerospace heranzog.

Zum Schluss Rares: Am Ende eines Jahres gibt das Blog Shellachead eine Zusammenstellung seiner schönsten Funde heraus: Es handelt sich um historische Aufnahmen aus der ganzen Welt, die auf alten Schellackscheiben aufgespürt wurden – Schallplatten also, die vor allem in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts produziert wurden, bevor das heute noch gültige Vinyl sich durchsetzte. Von der Jahreskompilation 2016 spielen wir ein Stück pakistanischer Volksmusik „Niaz Ahmed Barrailiwale“.

Playlist:

 

Zusammengestellt von Roland Graffé.

Foto: „schrödingers fruchtbonbons II“ von Kai Schreiber, CC BY-SA 2.0