• 21. Mai 2016 10:05
  • Netzkultur, Sendung vom 21.05.2016

Doom


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Es gab mal eine Zeit, da hießen Egoshooter nicht Egoshooter, sondern Doom-Likes oder Doom-Klone. Das ist schon eine Weile her – Anfang der 90er des letzten Jahrhunderts – aber damals war Doom eine Revolution.

Die Mutter aller Egoshooter
Doom war zwar nicht der erste Egoshooter – aber der erste Erfolgreiche. Dabei hat sicherlich nicht nur geholfen, dass die 3D-Grafik bahnbrechend und das Spielen selbst aberwitzig schnell war, auch die – für damalige Verhältnisse – überbordende Gewaltdarstellung übte eine gewisse Faszination aus.

Seitdem ist eine Weile vergangen, immer mal wieder gab es Nachfolger. Der Mythos blieb erhalten, immer wieder müssen sich neue Doom-Teile an der Mutter aller Egoshooter messen lassen. Jetzt ist es wieder soweit: Es ist ein neues Doom erschienen.

Wiederauferstandene Legende oder vergammelter Zombie
Es ist eigentlich der vierte Teil, aber er heißt einfach nur: Doom. Ist das ein Zeichen für Kompromisslosigkeit und Selbstbewußtsein? Oder einfach nur der Versuch mit dem Namen einer Legende Geld zu machen?

Das neue Doom ist wieder blutig, gewalttätig und lässt gleichzeitig alle Shootertrends außen vor: Die Level sind verwinkelt, die Lebenspunkte regenieren sich nicht von selbst und statt aus der Deckung zu schießen, muss man immer mitten in die Action. Verpasste Modernisierung oder mutiges Statement?

Marcus Richter ist sich da nicht ganz einig und wird das in der Sendung ausführlich mit sich selbst diskutieren.