• 19. März 2010 11:03
  • Sendung vom 20.03.2010, Sendungsüberblick

Digitalisierung des Buchmarktes: Wo bleibt sie?


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Anlässlich der Leipziger Buchmesse gehen wir auf die Suche nach der vielbeschworenen Digitalisierung des Buchmarktes und dem digitalen Publizieren. Die These von Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, lassen wir mal dahin gestellt sein: „Je stärker der Digitalmarkt wächst, desto stärker wächst auch das gedruckte Buch“,  meint Honnefelder. Wir konzentrieren uns lieber aufs Digitale. Welche Rolle hat das in Leipzig gespielt? Schließlich gibt es einiges aufzuholen. Der Verkauf von E-Books machte in den ersten zwei Monaten dieses Jahres gerade mal 0,15 Prozent des Gesamtumsatzes bei Buchverkäufen aus und insgesamt sind die Verlage zurückhaltend, was die Investition in E-Books betrifft. Man wartet ab, bis sich ein einheitliches Format für Ebooks herausgebildet hat. Dazu bringen wir eine Reportage aus Leipzig.

Vorreiter in Sachen digitales Publizieren sind – so unsere These – Wissenschaftler, was sicher auch daran liegen mag, dass Bücher und Journale Arbeits- und Nutzgegenstände sind, während man andere Literatur eher zum Genuss konsumiert. Bei den E-Books, die in Deutschland herunter geladen wurden, liegen die Fachbücher mit 42 % deutlich vorn. Doch nicht nur das unterscheidet die Branche vom Rest der publizierenden Gemeinde. Viele Wissenschaftler veröffentlichen ihre Artikel unter Open Access, das heißt, der Zugang auf den Text ist offen für alle. Was genau bedeutet Open Access für den Wissenschaftler, die Verlagsbranche und den Leser? Und da gibt es ja auch noch CC- Creative Commons. Was unterscheidet beides und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Philip Banse klärt uns auf und den Bericht aus der Paxis liefert uns Dr. Uwe Müller, vom Lehrstuhl für Informationsmanagement an der Humboldt-Universität Berlin. Er ist einer der beiden Sprecher der Deutschen Initative für Netzwerkinformationen e.V. (DINI) und arbeitet in der AG Digitales Publizieren.

In der Netzmusik geht´s u.a. um das Hörbuch „The Faust Cycle“.

Foto: flickr, CC von morak faxe