• 15. März 2014 16:03
  • Besprechung, Sendung vom 15.03.2014
  • 3 Kommentare

Digitale Vereinigung

Wie Sex-Tech die Sexualität verändern kann


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Dass das Internet einiges in unserem Leben optimiert, ist kein Geheimnis. Weniger gesprochen wird allerdings darüber, wie es unserem Sexleben eine neue Dimensionen verleihen kann. Denn es gibt immer mehr Geräte, die über das Netz steuerbar sind und zum Beispiel Fernbeziehungsgeplagte in ihrer gemeinsamen Sexualität unterstützen wollen – so lassen sich Vibratoren etwa bereits im Internet fernsteuern. Was im ersten Moment skurril erscheint, könnte einen Kulturwandel der Sexualität einleiten, sagen einige Hersteller. Doch wie verändert das unseren Blick auf und unsere Definition von Sex? Findet hier eine „Entkörperung“ oder Anonymisierung von Sexualität statt? Spannende Fragen, die durchaus auch soziologische und philosophische Aspekte beinhalten.

Nachdem Bettina Conradi einige Sex-Tech-Gadgets und ihre Ursprünge vorgestellt hat, versuchen wir, diese Fragen zu beantworten. Mit Arne Dekker, Juniorprofessor für Sexualwissenschaft und präventive Internetforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf  sprechen wir darüber, wie Sexualität sich verändert – auch Dank technischer Möglichkeiten.

Die vollständige Version des Interviews findet sich hier:

Foto: „iPorn“ von Poster Boy, CC BY 2.0

 

Kommentare

    […] SEXUALITÄT Breitband: Digitaler Kulturwandel der Sexualität: Dass das Internet einiges in unserem Leben optimiert, ist kein Geheimnis. Weniger gesprochen wird allerdings darüber, wie es unserem Sexleben eine neue Dimensionen verleihen kann. Denn es gibt immer mehr Geräte, die über das Netz steuerbar sind. Was im ersten Moment skurril erscheint, könnte einen Kulturwandel der Sexualität einleiten, sagen einige Hersteller. Doch wie verändert das unseren Blick auf und unsere Definition von Sex? Die Sendung "Breitband" von Deutschlandradio Kultur geht der Frage nach. […]

    Gadgetsex mag ja für Manche schön und gut sein, ich will aber tiefer eindringen, tiefer ins Gehirn.
    Solange von Außen Gefühle erzeugt werden, wird teledildonic, wie Arne Dekker im Beitrag richtig sagt nur eine Simulation bleiben. Eine perfekte Simulation halte ich für ausgeschlossen.

    Wenn wir den Menschen und vor Allem das Gehirn hinreichend verstehen um über eine neuronale Schnittstelle Gefühle und Emotionen gezielt auslösen zu können, wird es eine solche Strömung trotz erheblicher Widerstände gegen die dann entstehenden cyborgs geben.

    Es darf dabei mMn. nicht das Ziel sein von einer Konserve (sex-)industriell vorgefertigte Produkte zu beziehen, denn ich unterstelle, dass jeder Mensch anders fühlt und empfindet. Das System muss so flexibel gehalten werden, dass es mit und von dem Anwender lernt aber auch immer offen für Neues ist.

    Durch das bewusste Fehlen von Default-Emotionsmustern wird erreicht, dass weiterhin eine Mensch-zu-Mensch Interaktion nötig ist um das System zu „füttern“. Dabei gilt dann je mehr (unterschiedliche) Erfahrungen der Mensch macht, desto feiner können dann in der Maschine-zu-Mensch Interaktion verschiedene Muster angewandt werden.

    Ziemlich utopische Geschichte und ich werde es wohl nicht erleben(?), aber zumindest kann ich es mir vorstellen.

    […] über Cybersex und webgesteuerte Sextoys: Interview mit Arne Dekker vom Universitätsklinikum […]

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