• 15. April 2011 12:04
  • Digitale Kultur, Netzpolitik, Sendung vom 16.04.2011, Topic

Digitale Gesellschaft. Aufbruch und Chance.

Netzpolitik für die Mitte der Gesellschaft


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Markus wurde 1976 geboren. Er war ein Teenager, als sich das Internet in den 1990er Jahren weg vom Expertennetz hin zum verbreiteten, kommerziellen Netz für alle entwickelte. Von den Möglichkeiten des Internets war er von Anfang an begeistert. Gleichzeitig interessierte er sich für Politik und gründete die Jugend Organisation der Grünen in Nordrhein-Westfalen mit. Internet und Politik wurden seine Leidenschaft, sein Lebensinhalt und sein Beruf. Markus Beckedahl gründete den Blog netzpolitik.org, in dem er seit 2002 täglich über die Entwicklung des Internets berichtet, besonders über die politischen Einflüsse, denen das Netz unterliegt.

Bei der re:publica, einer internationalen Konferenz rund um die Themen Blogs, soziale Medien, Netzpolitik und digitale Gesellschaft treffen sich die „movers and shakers“ der Internetwelt. Beckedahl ist einer der Veranstalter der Konferenz. Dies ist das Forum für sein neuestes Projekt, den Verein „Digitale Gesellschaft“. Beckedahl beschäftigt sich seit 2002, seit seiner Gründung von netzpolitik.org, beruflich mit Themen rund um Internet, Politik und Gesellschaft. Er verfolgt Entwicklungen in Deutschland, auf europäischer Ebene und international und ist darüber zum Experten geworden. Geht es in den Nachrichten zum Beispiel um Internetsperren gegen Kinderpornografie, fällt den Journalisten vor allem ein Name ein: Beckedahl. Er ist zum kompetenten Gesprächspartner für Medien, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft geworden.

Die Themen, die Markus Beckedahl jeden Tag beschäftigen, sind relevant für die Entwicklung der Gesellschaft. Da Staat und Gesellschaft immer mehr von jedem Einzelnen eine quasi Netzkompatibilität erwarten, ist auch jeder von der Veränderung des Netzes betroffen. Doch noch, so findet Beckedahl, spielt sich die Auseinandersetzung mit den Fragen des Netzes zu sehr in Expertenkreisen ab. Das soll sich ändern und darum hat er zusammen mit einigen anderen den Verein „Digitale Gesellschaft“ gegründet. International gibt es zahlreiche Vorbilder zu deren einflussreichsten die amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) und die französische Quadrature de Net.

Über die Ziele des Vereins, dessen Notwendigkeit und seine Einflussmöglichkeiten sprechen wir mit dem Ressortleiter Netzwelt von Spiegel Online, Christian Stöcker. Er hat am Dialog Internet bei Familienministerin Kristina Schröder teilgenommen und gemeinsam mit anderen Autoren über Beckedahls Initiative auf Spiegel Online geschrieben.