• 20. Februar 2008 12:02
  • Besprechung, Sendung vom 23.02.2008

Digitale Fußfesseln – Wenn e-mails nerven


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Informations-Overload: Heute werden täglich mehr als 60 Milliarden Mails verschickt. Neben E-Mail-Programmen gibt es Instant-Messenger-Clients, mit denen ständig Kurznachrichten ausgetauscht werden können. Mit Skype und anderen Voice-Over-IP-Anbietern wurde der Computer zum kostenlosen Bildtelefon, und seit Blackberry und UMTS-gerüsteten Smartphones und Pocket-PCs ist die E-Mail ebenfalls allgegenwärtig. Der Trend geht zum Zweitmonitor, auf dem ständig das E-Mail-Programm mit kurzer Abruftaktung offen mitläuft. Die ständige Erreichbarkeit macht abhängig.
Die Diagnose ist verheerend. Leitende Angestellte bekommen rund 300 E-Mails am Tag und verbringen ein Viertel ihrer Arbeitszeit damit, sich durch ihren Posteingang zu klicken. Unternehmensberater schätzen den Produktionsverlust durch den elektronischen Nachrichtenverkehr auf bis zu 60 Prozent. Betriebswirtschaftlich gesehen richten E-Mails in Unternehmen also mehr Schaden an, als sie nützen. Kein Zeitmanagement-Seminar kommt darum heute ohne ein paar Tipps zur Eindämmung des „information overflow“ aus – und darüber hinaus erscheinen die ersten Bücher, die sich ausschließlich mit diesem Problem beschäftigen.
„Wenn E-Mails nerven“, haben Günter Weick und Wolfgang Schur ihren aktuellen Ratgeber genannt und versprechen: „So bekommen Sie die Kontrolle zurück und arbeiten, besser, schneller und sicherer.“

Mehr von Pigor und Eichhorn gibts bei den Wurfsendungen.