• 3. April 2010 07:04
  • Digitale Kultur, Medienwandel, Netzökonomie, Off-Air

Die „magische Revolution“ in der Praxis

Gutenbergs Buchdruck, der heilige Vater und die New York Times


Die Auslieferung beginnt in den USA zwar offiziell erst am Samstag, und ein Breitband-Testgerät wird erst am Dienstag in Berlin eintreffen, aber US-Blogger und Tech-Journalisten durften in den letzten Tagen das iPad testen. Ihr Urteil fällt größtenteils begeistert aus. Die meisten glauben an die versprochene „Revolution“.  Auch wenn die bekannten Vorbehalte und Kritikpunkte weiterhin angeführt werden. Das Handling scheint sensationell, die Geschwindigkeit atemberaubend und die Akkulaufzeit exorbitant. Dafür weigert sich Apple aber weiterhin das Flash-Plugin einzusetzen, ohne das der Löwenanteil der Onlinevideos unsichtbar bleibt. Auch verfügt das iPad über keine Videokamera, wodurch Videochats nicht möglich sind. VoIP ist jedoch praktizierbar, eine klassiche Telefontechnik dagegen ist nicht verbaut. Am Kern des Konzepts scheiden sich weiterhin die Geister. Apple bietet auch mit dem iPad ein geschlossenes, proprietäres System. Anwendung Dritter werden regide kontrolliert. dafür stehen dem iPad-Käufer zum Zeitpunkt des Kaufs bereits über 150000 iPhonme-Apps zur Verfügung, die ohne große Komplikationen auch auf dem iPad laufen sollen. Besonders gespannt darf man aber auf die iPad spezifischen Applikationen sein. Mit Freischalten des iPad-Appstores am heutigen Tag, sollen etwa 1000 iPad-Apps bereit stehen.

Beide Facetten des Geräts, die der smart funktionierenden Medienkonsummaschine, und die des abgeschotteten, zur passiven Internetnutzung verdammenden Apparats, fasst David Pogue in der New Yok Times zusammen, in dem si e gleich zwei Reviews geschrieben hat. Eine für Nerds, die mit einer netzfähigen Maschine selbst digitale Inhalte gestalten wollen und eine für alle anderen, die scharf darauf sind, slick und komfortabel durch das digitale Universum zu surfen.

Martin Weigert berichtet auf netzwertig.com, warum uns das iPad entzücken wird. Und der ehemalige Netzwertig-Macher Marcel Weiss berichtet auf neunetz.com über den „Hit“ iPad.

Walter Mossberg vom Wall Street Journal gehört zu den begeisterten Testern. Ihn  beeindruckte unter anderem die Akkulaufzeit.

Eine gute Stunde iPad-Testing gönnen sich die Macher von MacBreak Weekly.

UPDATE: Auch der Zeit Online Talk auf DRadio Wissen beschäftigte sich heute mit dem iPad (MP3).

Foto: R. Scarth, Flickr / CC