• 30. Mai 2009 15:05
  • Sendung vom 30.05.2009, Sendungsüberblick

Der Status quo der Netzöffentlichkeit – die aktuelle Sendung


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Die Diskussion um den von der Koalition vorgelegten Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet geht weiter. Wie auf einer öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Technologie deutlich wurde, ist der Entwurf unter Experten nach wie vor strittig. Das Enttäuschendste aber war: die Kinderporno-Sperren an sich standen nicht zur Debatte. Warum, erklärt Johnny Häusler vom Spreeblick.
Brauchen wir eine Netzpartei oder findet politische Teilhabe in communities und Expertengremien statt? Da sich die Volksparteien mit den kreativen, juristischen und okönomischen Verschiebungen durch das Internet bislang wenig auseinander gesetzt haben, kommen Alternativen auf den Plan. Die schwedische Piratpartei fordert kostenlose Downloads, ein modernes Urheberrecht und tritt für Datenschutz ein.  Aber müssen wir vielleicht auch vom klassischen Modell einer Zwei- bzw. Dreiparteien-Regierungskoalition Abstand nehmen und uns von verschiedenen Interessengruppen vertreten lassen, die auch (nur) virtuell bestehen können? Facebook-Gruppen für die Politik also?
Gerd Brendel untersucht diese These bereits im Kleinen: die  multiple Persönlichkeit des Netzbewohners. Und: Lydia Heller wagt einen Test der zweiten Staffel der Webisode Candy Girls.
Im Off-Topic Gespräch ist Florian Hartling. Er ist Autor des Buches „Der digitale Autor – Autorenschaft im digitalen Zeitalter, das gerade bei transcript erschienen ist.

Die Netzmusik mit Christine Watty stellt das freemusicarchive vor.
Foto: pindec cc via Flickr