• 19. Oktober 2013 12:10
  • Medien und Meinungen, Sendung vom 19.10.2013

Der neue Greenwald, SecureDrop und IsoHunt-Aus

Medien und Meinungen vom 19.10.2013


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Glenn Greenwald gründet neuen Online-Mediendienst

Dafür hat sich der ehemalige Guardian-Journalist und Überwachungsskandal-Enthüller Greenwald mit den amerikanischen Investegativ-Journalisten Laura Poitras und Jeremy Scahill zusammen getan. Investor ist der milliardenschwere Ebay-Mitgründer Pierre Omidyar, der sich bereits seit mehreren Jahren für investigativen Journalismus einsetzt. Er war es auch, der die Kooperation am Mittwoch auf seinem Blog bekanntgegeben hat. Der Journalist Tilo Jung bekam am Donnerstag Jeremy Scahill vor die Kamera und konnte ihm erste Informationen entlocken über die Arbeit des neuen Mediendienstes.

Bei dem Mediendienst soll es keine hierarchischen, sondern flache Strukturen geben, unter denen sich die Journalisten frei entfalten können. Wann genau der Dienst startet, ist noch offen.

 

SecureDrop soll Whistleblower schützen

Die Freedom of the Press Foundation, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für eine freie Presse einsetzt, hat am Dienstag eine Open-Source-Software für Redaktionen gelauncht, die es Whistleblowern ermöglicht, sensible Informationen anonym loszuwerden. „SecureDrop“ kann von Redaktionen kostenlos oder gegen eine Spende genutzt und wegen seines offenen Quellcodes an die Bedürfnisse der Redaktionen angepasst werden.

James Dolan, einer der Programmierer und Computer-Security-Spezialist, sagt „Secure Drop“ sei die sicherste Verbindung zwischen Hinweisgebern und Redaktionen, der ihm bekannt sei. Die Hoffnung ist, dass durch das Tool  mehr Hinweise gegen Menschenrechtsverstöße, Korruption oder Datenmissbrauch ihren Weg in die Medien finden.

 

Aus für Torrent-Suchmaschine IsoHunt

Gary Fung, der Gründer der kanadischen Torrent Suchmaschine IsoHunt, hat gestern auf seinem Blog ihre Schließung angekündigt. IsoHunt unterstützt das Auffinden und Tauschen von Dateien im Internet. Die Plattformen listet auch viele illegal verbreitete Kopien von Serien und Filmen. Und deshalb befanden sich die Seitenbetreiber  jahrelang in einem Rechtsstreit  mit der Motion Picture Association of America, kurz MPAA, die die größten Filmproduktionsgesellschaften Amerikas, wie Disney oder Universal, vertritt. Der Rechtsstreit wurde nun mit einem Vergleich zwischen MPAA und IsoHunt beigelegt – mit einer Strafe von 110 Millionen US-Dollar Strafe für IsoHunt. Die Filmbranche feiert das Ende von IsoHunt und die Zukunft des legalen Handels mit Filmen im Netz.

 

Die Medien und Meinungen wurden zusammengestellt von Teresa Sickert.

 

Foto: www.wordle.net