• 1. Februar 2014 14:02
  • Netzkultur, Sendung vom 01.02.2014

Überleben ist alles

Das Computer-Spiel DayZ fordert die Moral der Gamer


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Game over! Dass man in Computerspielen stirbt, ist normal. Man wird erschossen, von Monstern erschlagen, tappt in eine Falle oder fällt in einen Pool voller Lava. Normalerweise heißt das, dass man an einem bestimmten Punkt wieder zum Leben erweckt wird. Dann versucht man es einfach nochmal, die Gesundheitsanzeige ist wieder bei 100 Prozent, alle Schlüssel, Waffen und gesammelten Gegenstände wieder im Inventar.

Das Spiel DayZ funktioniert anders. Wenn du stirbst, dann bist du tot. Dein Charakter weg, für immer erledigt. Alles was du in der postapokalyptischen Welt in elendiger Kleinstarbeit gesammelt hast um zu überleben, ist für immer verloren.

Und was man am Anfang besitzt, ist nicht viel: Ein Shirt, eine Jeans, eine Taschenlampe und eine Batterie. Und schnell kommt Durst und Hunger. Also geht es los: In verlassenen Häusern der fiktionalen Spielwelt Chernarus wird nach Essbarem gesucht, nach Klamotten, nach Waffen, vor allem nach Wasser. Eine Story und Regeln gibt es nicht.

Viele Spieler berichten, dass ihnen das Spiel sehr nahe geht, sie extreme und beinahe schon psychisch verstörende Erfahrungen machen. Unser Autor Jochen Dreier hat sich in die Online Multiplayer Welt von DayZ begeben und versucht diesem Phänomen auf die Spur zu kommen.