• 24. Oktober 2009 16:10
  • Netzökonomie, Sendung vom 24.10.2009, Topic

Datenschutz? Mir doch egal


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Personalisierte Daten sind heiß begehrt. Die Sozialen Netzwerke im Internet sind eine wahre Goldgrube. Je mehr Firmen über Kunden bzw. potentielle Kundschaft wissen, desto bessere Geschäfte wittern sie. Je mehr eine Person von sich preisgibt, desto interessanter, aber auch angreifbarer wird sie für andere. So gesehen ist die jüngste Datenpanne bei SchülerVZ (bei der Jugendliche mit Hilfe von Crawling-Robotern Millionen persönlicher Userdatensätze aus dem SchülerVZ-Netzwerk auslasen und die VZ-Betreiberfirma erpressen wollten) nicht bloß ein Fall für die Justiz: Immer mehr junge Menschen gehen eher freigiebig mit ihren Daten um. Datenschutz spielt für viele kaum noch eine Rolle. Für sie gehören persönliche Daten im Netz als sichtbarer Ausweis einer neuen, digitalen Identität einfach mit dazu. Ist diese neue „öffentliche Privatsphäre“ zu einer neuen sozialen Wähung geworden, die die althergebrachten Argumente von altgedienten Datenschützern schlichtweg ignoriert?

Nach einer Zusammenfassung unseres Autoren Philipp Banse sprachen wir mit Professor Dirk Heckmann, Experte für Sicherheits- und Internetrecht an der Uni Passau, über diese womöglich neue Definitionen von Privatsphäre. Außerdem im Studio: Matthias Spielkamp, Fachmann für Urheberrechtsfragen und Mitbetreiber der Plattform iRights.info

Foto: Franzlife @ Flickr / CC