• 7. Juli 2012 08:07
  • Netzkultur, Sendung vom 07.07.2012

Das Wild im Wald

Über Zweck und Zweckentfremdung von Kameras vom Discounter


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Es gab eine Zeit, da hieß es: Man kann seine Augen nicht überall haben. Das ist natürlich längst obsolet. Schließlich gibt es technische Augen zu kaufen, zum Beispiel eine Wild-und Überwachungskamera bei Aldi Süd. Da heißt es im Angebot:

Die wetterfeste Kamera reagiert über einen 3-Zonen-Bewegungssensor und eignet sich mit ihrem integrierten Infrarot-Sensor auch für Nachtaufnahmen. Der Infrarotblitz ermöglicht bei Tageslicht Farbaufnahmen, nachts muss man sich mit Schwarz-Weiß-Bildern zufrieden geben.

Im Forum von jagderleben.landlive.de wird gar ein Lockangebot vermutet: Um 8:10Uhr war bereits alles ausverkauft. Kein Wunder, hat der Discounter die Kamera doch zu einem Kampfpreis ins Remmen geschickt. Sehr zum Unmut von Datenschützern, die lieber weniger als mehr Wildkameras im Umlauf sehen. Genau wie Politiker übrigens, allerdings ist nicht ganz klar, ob das an dem kürzlich zufällig gefilmten Schäferstündchen eins Vertreters dieser Spezies liegt.

Laf Überland hat nachgedacht, was eine Wild-und Überwachungskamera überhaupt ist – und was man damit tun kann, aber nicht darf.

Foto: Screenshot Aldi-Süd