• 12. Juni 2009 21:06
  • Sendung vom 13.06.2009, Topic

Das Netz: verbindet Welten, trennt Generationen


> MP3-DOWNLOAD

Als der Rock’n’Roll erfunden wurde, war die junge Generation Feuer und Flamme. Die Alten verstanden die Welt nicht mehr. Als die 68er eine Modernisierung der Gesellschaft forderten, kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Entscheidenden Umbrüche in der Gesellschaft haben immer auch einen Generationenkonflikt verursacht. So oder so ähnlich sieht es auch DER SPIEGEL oder DIE ZEIT, die von einem Kulturkampf spricht und die Kompetenzdifferenz zwischen Alt und Jung im Umgang mit neuen Medien und vor allem dem Internet meint.
Es geht um die 20 Millionen 15- bis 35-Jährigen, für die das Internet zur Lebenswirklichkeit gehört, und es geht um jene Generation in politischen und journalistischen Spitzenpositionen, die sich verzweifelt um eine Kontrolle, eine Definition und um das Verstehen des Netzes bemüht.

Es scheint, als wäre eine neue Debatte um die öffentliche Meinung entbrannt.
Hierzulande ist ein großer Teil der Gesellschaft davon überzeugt, dass die öffentliche Meinung im Wesentlichen durch die Massenmedien bestimmt wird. Keiner steht dafür exemplarischer als  – Jürgen Habermas. Er sieht in der Rolle der Massenkommunikation die Basis für westliche Demokratien. Robin Meyer-Lucht dagegen sagt, die demokratische Öffentlichkeit hänge nicht davon ab, dass ihr von ihren traditionellen Inhabern in den etablierten Medien mitgeteilt wird, was sie denken soll. Sie emanzipiere sie sich erst im Internet.
Welche Rolle spielt in unserer heutigen Gesellschaft das Internet? Die Online-Petition gegen den Gesetzesentwurf zur Internetzensur hat gezeigt, dass es politische Meinungsäußerung gibt, die sich aus communities im Netz formiert. Aber wie weitreichend und einflussreich kann diese sein? Darüber sprechen wir im Topic mit Christian Stöcker, Autor des Artikels  „Die Generation C64 schlägt zurück“.