• 7. Februar 2014 12:02
  • Sendung vom 08.02.2014, Sendungsüberblick
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Dabei sein ist alles?

Olympische Überwachung, Strafanzeigen und Spielgelder


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Es ist soweit, die Olympischen Spiele haben begonnen. Sogar die größte Suchmaschine der Welt hat ihre Startseite geändert. Um einen politischen Kommentar gegen die russische Gesetzgebung, die Homosexuelle diskriminiert, zu verbreiten? Oder einfach um – trotz der Querelen – mit dabei sein zu dürfen und sich trotzdem irgendwie gut zu fühlen?

Das olympische Netz
Der Widerspruch zwischen den politischen Realitäten und der dann doch irgendwie um sich greifenden Begeisterung für ein sportliches Großereignis hängt wie ein Motto über den Spielen in Sotschi. Auch wir widmen uns in der aktuellen Sendung den Spielen, aber betrachten sie durch die Breitbandbrille.

Mit Peter Welchering werden wir darüber sprechen, wie die russische Netzinfrastruktur vorbereitet wurde. Geht es darum, dass alle Sportler ihre Siegerselfies twittern können, oder auch um die Überwachung des Datenverkehrs?

Einblick in eine fremde Welt
Womit wird überwacht? Und was bedeuten sportliche Großereignisse eigentlich generell für Geheimdienste und Überwachungspolitik? Ist freie Meinungsäußerung überhaupt möglich?

Diese Frage wollen wir nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich beantworten. Roman Schell wird uns einen – für Westeuropäer seltenen – Einblick in die russische Netzwelt geben und beleuchten, wie die Olympiade dort diskutiert wird.

Strafanzeigen & Extrakosten
Im zweiten Teil der Sendung wird es um das wichtigste netzpolitische Thema der vergangenen Woche gehen: Der Strafanzeige von Organisationen wie dem Chaos Computer Club, der Internationalen Liga für Menschenrechte und Digitalcourage gegen die Bundesregierung und Geheimdienste. Der Grund: Überwachung. Der Ausgang: Ungewiss. Volker Tripp, Politischer Referent der Digitalen Gesellschaft, wird uns erklären, was es bringt, die eigene Regierung anzuzeigen.

Zum Abschluß wird es noch mal olympisch, denn das Motto „Dabei sein ist alles!“ könnte auch für eine bestimmte Sparte von sogenannten „Free-To-Play“-Computerspielen gelten. Die kann zwar jeder kostenlos herunterladen, verlocken aber im Spielverlauf immer wieder dazu Geld zu bezahlen. Aufgrund des Titels „Dungeon Keeper“ ist über dieses Finanzierungsmodell eine erbitterte Diskussion losgebrochen, die Marcus Richter für uns – hoffentlich ohne Zusatzkosten – beleuchten wird.

Credits
An den Mikrofonen erwarten sie Christine Watty und Christian Grasse, die von Redakteurin Anja Krieger betreut, organisiert und angefeuert und von Vera Linß mit Medien & Meinungen versorgt werden. Für die Onlineauslassungen und Tweets zur Sendung zeichnet diese Woche Marcus Richter verantwortlich.

Bildnachweis: „Sochi Olympics Adler 03“ von Stefan Krasowski (CC BY 2.0)

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