• 27. April 2013 12:04
  • Besprechung, Sendung vom 27.04.2013

Die Crowdfahndung

Spurensuche und Überwachung im Zeitalter sozialer Medien


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Das Portal Reddit ist eigentlich ein sozialer Aggregator. Nach den Bostoner Anschlägen mutierten einige Threads zu Orten der gemeinsamen Tätersuche. Am Ende wurden Unschuldige verdächtigt. So gesehen wurde die Plattform zu einer Art Überwachungsinstitution online, die dann auf der falschen Fährte landete.

Die Anschläge auf den Marathon und die Jagd auf die potenziellen Täter war Wasser auf den Mühlen von Befürwortern des Einsatzes von Überwachungstechnik. Bundesinnenminister Friedrich sagte:

„Die Ereignisse in Boston zeigen erneut, wie wichtig die Überwachung des öffentlichen Raums durch Videokameras für die Aufklärung schwerster Straftaten ist“

Recht gab ihm seiner Meinung nach die Tatsache, dass die ersten Bilder der Täter von Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen gemacht wurden. Die Reaktion war klar – aber was steckt hinter der Überwachungsbestrebungen und wie sehr überwachen wir uns in sozialen Netzwerken eigentlich schon selbst? Wir fragen den Soziologen und Experten für Überwachungsfragen Nils Zurawski. Worin sind die Forderungen der Innenpolitik nach mehr Überwachung begründet?

Das Interview, aus dem wir Ausschnitte senden, lässt sich hier in voller Länge hören:


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Links zur Rolle der Medien nach den Anschlägen:

Frankfurter Rundschau
New Yorker
The Atlantic

Foto: Julia Eikmann, A Maze Indie Connect 2013