• 2. Juni 2010 15:06
  • Netzökonomie, Sendung vom 05.06.2010, Topic

Creative Commons auf asiatisch

CC Asia Pacific Conference 2010 in Seoul


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Wie funktioniert das CC-Modell in Asien? Wie wichtig ist CC in einer Region, in der man aus einem anderen kulturellen Selbstverständnis heraus ein anderes Verhältnis zur Kopie hat, als in Europa; und wo man es mit Raubkopien nicht allzu ernst nimmt? In China, wie Chris Anderson in seinem Buch „Free“ vermerkt, handelt es sich bei 95 Prozent aller Musik-CD´s um Raubkopien und China könnte – so die Prophezeiung von Shen Lihui, Chef der chinesischen Plattenfirma Modern Sky – zum Vorbild für die gesamte Musikindustrie werden. Wozu dann noch CC?

Wie wird dieses Modell in Asien akzeptiert – verglichen mit Europa und den USA? Wie verbreitet ist es? Sind in Asien bereits konkrete Erwerbsmodelle mit CC-Lizenzen entstanden oder dienen sie eher als Marketinginstrument?
Kann das CC-Lizenzmodell, das größenteils für Musik und Fotos zum Tragen kommt, auch auf andere Medien, ja sogar auf andere Wirtschaftszweige ausgedehnt werden? Auch das eine spannende Frage, schließlich, so Anderson, sind in China „Raubkopien und gefälschte Produkte lediglich ein anderes Produkt zu einem anderen Preis, so etwas wie eine vom Markt geschaffene Produktvariante.“ 

Genug Stoff also für unsere nächste Breitband-Sendung in der es um CC in Asien und die Zukunft von CC gehen soll, aus Anlass der CC Asia Conference in Seoul .

Foto: flickr.com, CC von cambodia4kidsorg