• 2. September 2011 18:09
  • Netzkultur, Sendung vom 03.09.2011

Computerspiele im Fadenkreuz

Ego-Shooter begnadigt. Doom vom Index gestrichen.


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Der sogenannte Index ist die schwarze Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM). Auf dem Index landen Filme, Musik und auch Computerspiele. Die Filme „Predator“ und „Terminator“ standen schon mal auf dem Index, genauso wie das Album „Debil“ von den Ärzten. Mit dem Aufkommen von Computerspielen wurden vor allem natürlich Ego-Shooter und Ballerspiele indiziert.
Nach 25 Jahren kontrolliert die Bundesprüfstelle, ob die Indizierung noch gerechtfertigt ist. Die meisten frühen Computerspiele aus den 80er werden dann freigegeben, denn in Zeiten hochauflösender Grafik wirken sie mit ihren Pixelgrafik plötzlich harmlos. Letzte Woche hat die Bundesprüfstelle bekanntgegeben, dass der berühmte Ego-Shooter „Doom“ bereits nach 17 Jahren begnadigt wird und nicht mehr auf dem Index stehen wird. „Doom“ ist (nach Wolfenstein 3D), die Mutter aller Ego-Shooter und war seinerzeit höchst umstritten. Nachfolgeversionen des Spiels bleiben allerdings wegen ihrer realistischen Darstellung weiterhin auf dem Index. Christian Schiffer fast die Geschichte von Doom zusammen und ordnet den kulturellen Wert des Spiels ein.