• 16. März 2009 18:03
  • Sendung vom 21.03.2009, Sendungsüberblick

Bücher für die Hosentasche: Sind Smartphones die besseren E-Reader?


Der große Siegeszug von E-Readern ist trotz marketingintensiver Ankündigungen auf der Cebit und der Leipziger Buchmesse bislang noch ausgeblieben. Noch scheint nicht festzustehen, ob E-Books zukünftig auf speziell anzuschaffenden Geräten wie Amazon Kindle oder Sony Reader oder eher direkt auf dem Handy gelesen werden.
Apples iPhone hat sich längst zum beliebten E-Book-Reader gemausert. In Kombination mit der kostenlosen Software Stanza des US-Anbieter Lexcycle kann man tausende rechtefreie Literaturklassiker auf das iPhone laden. Außerdem liefert ein integrierter Zugang zum elektronischen US-Buchhändler Fictionwise Zugriff auf einen riesigen Titelkatalog.
Amazon hat als erster großer E-Book-Anbieter die Konkurrenz durch Smartphones erkannt. Der Online-Händler bietet eine spezielle E-Book-Software für das iPhone an, die auch kompatibel mit dem Kindle ist. Sie ermöglicht den Zugriff auf das insgesamt 240.000 Titel umfassende Angebot, allerdings noch ohne Weiterleitung für den Direktkauf.
Das Berliner Startup txtr bietet bislang eine Leseanwendung für das iPhone basierend auf dem im Sommer 2009 angekündigten eigenen E-Book-Reader.
Die Verlage scheinen nun die Gunst der Stunde erkannt zu haben:
Der Schweizer Verlag Kein & Aber machte den Anfang, andere deutsche Verlage wie Hoffmann und Campe, Eichborn, Klett-Cotta, Blumenbar, Pendragon, weissbooks sollen folgen.
Textunes, ein Joint-Venture des Verlags Onkel & Onkel und des Softwareentwicklers The Code, bringt ebenfalls Bücher aufs Handy wie z.B. „Schweigeminute“ von Siegrfried Lenz und vermeldete kürzlich den 30.000. Download.
Auch einige Autoren stellen ihre Bücher direkt und exklusiv in Apples App Store ein. David Pogue, einer der bekanntesten populärwissenschaftlichen IT-Autoren der USA, vertreibt eine wortwörtliche „iPhone-Version“ der „Missing Manual“-Serie für 5 Dollar mit Suchfunktion und Bildern.