• 26. September 2014 15:09
  • Sendung vom 27.09.2014, Sendungsüberblick
  • 2 Kommentare

Die dunkle Seite des Teilens, kommerzielles Basteln, analoge Meme

Die Themen der Sendung am 27. September 2014


Popup | MP3-Download | Player einbinden

Teilen statt kaufen, nutzen statt besitzen – die Sharing-Ökonomie soll die Wirtschaft des Eigentums ablösen. Die Rollen der Teilnehmer auf Sharing-Plattformen wie Airbnb und Uber sind dabei klar verteilt: Es gibt jemanden, der etwas nutzen möchte und jemanden, der etwas zur Verfügung stellt. Die Plattformen bringen die beiden zusammen. Ein Gewinn oder ein Risiko für die Nutzer? Jan Rähm diskutiert das Für und Wider am Beispiel von Uber.

Besitztümer teilen, das klingt nach einer besseren Welt. Doch trägt die Sharing Economy nicht ohne Grund „Wirtschaft“ und nicht „Community“, also „Gemeinschaft“, im Titel. Bedeutet die Shareconomy das Ende des Kapitalismus? Oder führt sie zu einer Totalkommerzialisierung des Lebens? Wird sie die Kluft zwischen Arm und Reich gar vergrößern? Wir sprechen mit dem Journalisten und Mitgründer des Wirtschaftsmagazins brand eins, Wolf Lotter.

Nach den Meldungen der Woche mit Jochen Dreier bleiben wir bei der Frage nach der Kommerzialisierung von Alternativen – in diesem Fall der Bastelbewegung DIY. Im Interview mit dem Chefredakteur der c’T Hacks, Daniel Bachfeld, stellen wir die „Maker Faire“ vor, eine Messe zwischen zwischen Wissenschaft und Jahrmarkt.

Vom Kommerz zum Kult: Meme, die viralen, von Usern bearbeiteten Bilder, Videos oder Texte im Netz sind Teil der Kultur des Internets und stehen für eine aktive Partizipation. Ob die Kultur der Meme schon längst über das Netz hinausgeht, fragt Christian Möller Limor Shifman, Kommunikationswissenschaftlerin und Autorin des Buches „Meme: Kunst, Kultur und Politik im digitalen Zeitalter“.

In der Netzmusik hat Christian Grasse ganz im Sinne des Konsums ein XXL-Paket geschnürt: Wir hören vertonte Hiphop-Kritik, schmackhafte Salsa-Klänge, einen Afrobeat-Mix und Melancholisches von Litauen bis Nordamerika.

Moderation: Christian Grasse und Teresa Sickert
Redaktion: Marucs Richter
Web: Nora Gohlke

Bild: Sharing Chocolate von OakleyOriginals, CC BY 2.0 auf Flickr

Kommentare

    […] Shareconomy Daniel Bartel über den Trend zu Teilen. Shareconomy bei Breitband. […]

    Breitband ist für mich DIE Radiosendung über alle Themen rund um Internet und IT. Leider hat mich eure Sendung vom 27.9.2014 schwer enttäuscht (das ist absolut einmalig!)!

    Warum? Ihr schwadroniert im Zusammenhang mit Uber über die „Sharing Economy“. Was bitte hat Uber damit zu tun? Hier wird nichts geteilt und „geshared“. Meines Erachtens wird hier knallhart ein Partner über „den Tisch“ gezogen.

    Ich biete selbst seit Jahren auf längeren Fahrten freie Plätze in meinem PKW an. Dabei haben mich schon die Gebührenregeln der von Investoren übernommenen mitfahrGelegenheit geärgert. Grundsätzlich kann ein Fahrer – auch bei vermeintlich hohen Mitfahrpreis – keinerlei Gewinn aus seinem Angebot ziehen. Schließlich müssten für einen Reingewinn auch die Betriebs-, reparatur-, Versicherungskosten eun ein ordentlicher Stundenlohn einkalkuliert werden.
    Diese Kalkulationsschwierigkeiten macht sich Uber zu Nutze, denn die meisten Fahrer dürften gar nicht in der Lage sein, ihre konkreten Kosten komplett und ausreichend zu überschauen. Deswegen werden jetzt zu Anfang auch „Prämien“ versprochen um möglichst viele Fahrer in das System zu bekommen. Sehr ähnlich handeln im übrigen auch Pyramidenvetriebssysteme, die nach mathematischer und logischer Betrachtung immer und unweigerlich zusammenkrachen. Den Schaden haben am Ende die Teilnehmer und in diesem Fall die Fahrer. Deswegen sollte im Falle UBER niemals das Wort Shareeconomy gebraucht werden!

    E. Schaber, München

Kommentieren