• 25. November 2016 14:11
  • Sendung vom 26.11.2016, Sendungsüberblick

Schnüffeln, sharen, schnaufen

Die Themen der Sendung vom 26.11.2016


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Vom Gesundheitsministerium über das Amt für Verkehr und Transport bis hin zu nationalen Geheimdiensten: In Großbritannien haben mit der Verabschiedung der „Investigatory Powers Bill“ fast fünfzig staatliche Institutionen Zugriff auf den Suchverlauf im Netz, besuchte Webseiten und digitale Kommunikation ihrer Bürger.

Datenspeicherung und Kommunikationsüberwachung

Das sogenannte „Snooper’s Charter“, also Schnüfflergesetz, wurde nun nach knapp zwei Jahren Diskussion in London abgesegnet und gilt laut Kritikern als das umfassendste Überwachungsgesetz, das je in einer Demokratie beschlossen wurde. Was es tatsächlich beinhaltet und inwiefern der Nachrichtendienst GCHQ und auch Kameraüberwachung eine Rolle bei der Massenüberwachung spielen, erklärt Marcus Richter. Anschließend sprechen wir mit Jim Killock, Geschäftsführer der britischen Initiative Open Rights Group, darüber, ob und warum es gerade in Großbritannien eine Überwachungskultur gibt und wie es um Protest und Gegenbewegungen steht.

Geteiltes Netz und Kichertalk

Nach den Meldungen der Woche von Miriam Sandabad berichtet Patrick Stegemann von einer Konferenz in New York, die nicht weniger als ein genossenschaftliches Internet zum Ziel hat: Platform Cooperativism – oder auch digitale Genossenschaften – ist eine Bewegung, die sich für eine gemeinsame Netzwirtschaft und faire (nicht nur digitale) Arbeitsbedingungen in der Zukunft einsetzt.

Arbeit wird auch in dem Podcast groß geschrieben, den Nora Gohlke abschließend vorstellt – allerdings körperliche: Sie hat für uns „Sexvergnügen“ gehört, eine Gesprächssendung zweier Berliner Freundinnen über, ja genau: Sex.

Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher
Netzmusik: Teresa Sickert
Redaktion: Jochen Dreier und Jana Wuttke
Web: Miriam Sandabad

Foto: „Banksy“ von Alan Trotter, CC BY 2.0