• 26. Februar 2016 13:02
  • Sendung vom 27.02.2016, Sendungsüberblick
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Spähende Pferde, soziale News und Freundeskrieger

Die Themen der Sendung vom 27.02.2016


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„Ich habe doch nichts zu verbergen!“ Die (meist Schulter zuckend vorgetragende) Standardbegründung derer, die keine Angst oder Ahnung vor digitaler Überwachung haben, geht in eine neue Runde: Der sogenannte Bundestrojaner ist nach Bestätigung des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamts einsatzbereit. Die Spähsoftware kann auf Smartphones und Computern laufende Gespräche und Chats mitschneiden, noch bevor die Kommunikation verschlüsselt werden kann. Die Sicherheitsbehörden wollen mit dieser „Quellen-Telekommunikationsüberwachung“ (TKÜ) Verbrechen und mögliche terroristische Taten vorbeugen – doch gleichzeitig lassen sich damit auch Millionen Menschen durchgehend überwachen.

Kritik gibt es von Datenschützern schon lange, weiß Jan Rähm. Er fasst für uns die langjährige Geschichte des Bundestrojaners und seiner Gegner zusammen. Anschließend sprechen wir mit Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin, über die Notwendigkeit eines staatlichen Spähprogramms und die Gefahr einer gläsernern Gesellschaft. Und schließlich hebt Matthias Finger die Diskussion ins Psychologische: Warum fällt man überhaupt auf Trojaner oder Verschlüsselungsviren rein? Und welche Klicktypen gibt es?

Nachrichtenverbreitung in Sozialen Medien

Nach den Meldungen der Woche von Dennis Kogel bleiben wir bei schnellen Klicks und digitalen Halbwahrheiten: Welche Nachrichten werden im Netz, und insbesondere in den unterschiedlichen Social Media-Portalen, besonders viel geteilt? Eine Langzeitstudie der Technischen Universitäten Darmstadt und Dresden hat dies untersucht, wir sprechen mit Professor Dr. Oliver Hinz über die Ergebnisse.

Krieg unter Freunden

Zum Schluss muss jemand aus dem Breitband-Team sein Leben lassen: Marcus Richter hat für uns XCOM2 gespielt, ein rundenbasiertes Strategiespiel, in dem Menschen gegen Aliens kämpfen. Das Schöne daran: Man kann als Kommandant seiner Truppe die Figuren etwa nach Menschen aus seinem Kollegen- und Bekanntenkreis benennen und dann schauen, wer in die ewigen virtuellen Jagdgründe gehen muss…

Ziemlich lebendig zum Glück führen aber Katja Bigalke und Martin Böttcher durch die Sendung. Musikalisch komplettiert Roland Graffé das Team, die Redaktion liegt bei Marcus Richter. Das Web schreibt Miriam Sandabad voll.

Foto: „Day 219 – And How, Praytell, Do You Justify This?“ von davidd, CC BY 2.0

 

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