• 18. Juli 2014 12:07
  • Sendung vom 19.07.2014, Sendungsüberblick
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Glaubt nichts, was ihr nicht selbst gehackt habt

Breitband am 19. Juli 2014


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Cognitive Hacking ist der Versuch, das Verhalten von Usern zu beeinflussen, indem ihre Wahrnehmung von der Realität manipuliert wird. Und genau das tut der britische GCHQ offensichtlich, indem er am Netz herumschraubt.

Der Nachrichtendienst hat Tools entwickelt, mit denen er Inhalte im Internet beeinflussen kann – etwa die Aufrufe einer Website künstlich erhöhen, beliebige E-Mail-Adressen fälschen und sogar Online-Abstimmungen manipulieren. Möglicherweise wird der GCHQ die dazugehörigen Algorithmen demnächst sogar kommerziell weiter vermarkten.

Wie läuft diese Manipulation ab und was bedeutet das für Demokratie und Gesellschaft? Wir sprechen mit dem IT-Journalisten Peter Welchering darüber, wie diese Tools funktionieren und mit Technikforscher Karsten Weber über die gesellschaftlichen Auswirkungen.

Auch diese neueste Enthüllung stammt wieder aus dem scheinbar unerschöpflichen Fundus des NSA-Whistleblowers Edward Snowden. Er ist einer der Hacker, die auf der Hackerkonferenz HOPE X auftreten werden – in seinem Falle natürlich nur per sicherer Schalte. Unser Reporter Thomas Reintjes berichtet vom ersten Tag des größten US-amerikanischen Hackerconvents.

Außerdem besprechen wir eine starke These von Cathal Furey. Der Mitgründer der Seite FanFootage behauptet nämlich, dass es mit der klassischen Video-Produktion demnächst ein Ende hat, weil die Nutzer ja selbst schon ganz viel Bewegtbild produzieren – und das will er nutzen. Adieu, Kamerateam? Unsere Kollegin Eva Raisig berichtet.

Moderation: Teresa Sickert und Christian Möller
Redaktion: Vera Linß
Internetmanipulation: Anja Krieger

Foto CC-by Seier+Seier auf Flickr