• 14. März 2014 15:03
  • Sendung vom 15.03.2014, Sendungsüberblick

Internet für alle, von Kopf bis Fuß

Breitband am 15.03.2014


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Happy Birthday Internet! Die Geschichte des World Wide Web feierte diese Woche ihren 25. Geburtstag: Am 12. März 1989 schickte der britische Informatiker Tim Berners-Lee einen Vorschlag für ein „Informations-Management-System“ an seinen damaligen CERN-Chef Mike Sendall. „Vage, aber aufregend“ lautete Sendalls erstes Urteil. Aufregend ist die Welt jetzt nach einem Vierteljahrhundert noch immer – und vor allem eine komplett andere für die etwa zwei Milliarden Menschen, die regelmäßig das WWW nutzen. Doch im Netz vereint ist diese Welt noch nicht: Mindestens fünf Milliarden Menschen haben keinen Internetzugang.

Mit dem Kampf um die fünf Milliarden Offliner beschäftigen wir uns in dieser Sendung. Denn während die deutsche Politik sich über den Breitband-Ausbau streitet, ist das Ringen um die zukünftigen Surfer in vollem Gange. Netzgiganten wie Google und Facebook konkurrieren in ihrer Jagd um die Nutzer von morgen. Jochen Dreier hat einen Überblick über die aktuellen Versuche, Internetzugang weltweit zu ermöglichen. Mit dem Berliner Internetforscher Sascha Friesike sprechen wir über die Idee des Internets als globales Menschenrecht und Unternehmen, die mit genau diesem Argument als Feigenblatt wirtschaften.

Dass die globale Verbindung auch vor dem menschlichen Körper nicht halt macht, wird nach den Medien und Meinungen von Moritz Metz deutlich: Wir widmen uns der Frage, ob der Sex nach 25 Jahren WWW nun in der Quarterlife Crisis steckt. Immer mehr technische Geräte wollen räumlich getrennte Paare beim Sex unterstützen und virtuell zusammenführen. Im Gespräch mit dem Juniorprofessor für Sexualwissenschaft und präventive Internetforschung Arne Dekker reden wir darüber, ob Sex-Tech das letzte mögliche Tabu des Gadget-Zeitalters ist – zuvor wirft Bettina Conradi einen Blick auf einige der technischen Spiel- und Werkzeuge.

Doch nicht nur der Körper, auch das Lesen wird immer mehr zur Schnittstelle von Mensch und Maschine. Dörte Fiedler berichtet über Speedreading mit der (noch nicht veröffentlichten) App „Spritz“. Sieht so das Lesen für die Ära der Smartwatches & Datenbrillen aus?

Technisch jedoch nur mit dem Mikrofon verbunden führen diese Woche Vera Linß und Marcus Richter durch die Sendung. Vivian Perkovic hat die Netzmusik parat und Glückwünsche zum Internetgeburtstag nimmt der Redakteur Christian Grasse entgegen. Beäugt und bestückt wird das (Breitband-) Netz von Miriam Sandabad.

Foto: „Free Wi-Fi Zone“ von Erin Pettigrew, CC BY 2.0