• 7. März 2014 13:03
  • Sendung vom 08.03.2014, Sendungsüberblick

Alte Konflikte und neue Dystopien

Breitband am 08. März 2014


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Kaum ein Thema bestimmt die Medien dieser Tage so sehr wie der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Auf allen Kanälen wird rund um die Uhr berichtet – und dennoch fällt es schwer, sich ein objektives Bild vom Konflikt zu machen. Zu uneinsichtig und kompliziert erscheint die politische Lage: Journalisten vor Ort ist es oft nicht möglich, sich frei zu äußern, zudem ist die Berichterstattung geprägt von Interessen und Vorurteilen sowohl aus russischer als auch aus westlicher Sicht.

In dieser Sendung versuchen wir, das Dickicht der Interessenslagen ein wenig zu entwirren und sprechen mit der Osteuropa-Journalistin und dem Vorstandsmitglied von „Reporter ohne Grenzen“ Gemma Pörzgen über differenzierte Berichterstattung und Unterschiede zwischen russischen, ukrainischen und den restlichen europäischen und amerikanischen Medien.

Nach den Medien und Meinungen von Tim Wiese führt uns Laf Überland in die gängigsten Dystopien des Internets ein, denn eins scheint festzustehen: Schlimmer geht immer. Darüber unterhalten wir uns auch mit der Wissenschaftlerin Zeynep Tufekci, die neue, zeitgemäße Dystopien abseits von Orwells „1984“ fordert.

Die hiesige Welt hinter sich lässt schließlich Jochen Dreier, der sich als Grenzgänger auf die Suche nach dem Ende des virtuellen Raums macht.

Vollkommen in dieser Welt und unerschrocken führt Teresa Sickert zusammen mit Christian Grasse durch diese Sendung, Letzterer hat auch die Netzmusik ausgewählt. Die Redaktionsfäden hält Vera Linß zusammen, an den Netzhebeln sitzt Miriam Sandabad.

Foto: „Censorship“ von IsaacMao, CC BY 2.0