• 28. Februar 2014 15:02
  • Sendung vom 01.03.2014, Sendungsüberblick

Kommentarkultur, Hirnvermessung und Spionage

Breitband am 01. März 2014


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Wenn es um Meinungen geht, verhält es sich im Internet nicht anders als auf Familienfeiern: Auf eine öffentliche Verkündung folgt eine Welle von Entrüstungen und Ratschlägen à la „Aber Du kannst doch nicht…“ und „Wenn ich Du wäre…“. Anders als am Kaffeetisch ist im Netz jedoch nicht immer klar, ob die Zustimmung oder verbale Ohrfeige von der Großtante oder dem kleinen Bruder kommt. Diese prinzipielle Anonymität wirkt sich auf den Stil und Inhalt der Kommentare aus, die die Diskussionskultur im Netz prägt.

In der kommenden Sendung widmen wir uns dem aktuellen Stand der Kommentarkultur und sprechen mit der Journalistin und Autorin Kathrin Passig über Kommentare, ihre Verfasser und mögliche Wege, mit ihnen umzugehen.

Wenig werden zurzeit dagegen die Anmerkungen der deutschen Nachrichtendienste wahrgenommen. Wie wird die Geheimdienstarbeit in Deutschland im Zusammenhang mit dem NSA-Skandal bewertet? Dies diskutieren wir mit Markus Löning vom Privacy Project der Stiftung „Neue Verantwortung„.

Nach den Medien und Meinungen von Moritz Metz untersucht Matthias Finger die Ethik der Gehirnvermessung. Er hat den den Kognitionswissenschaftler Pim Haselager bei der Berlin Brain-Computer Interface Winter School besucht.

Mit einem Schrecken entlässt uns Bettina Conradi aus dieser Sendung: Ihr Smartphone ist in die Toilette gefallen. Ein betroffener Einblick in die Akteur-Netzwerk-Theorie.

Die Netzmusik wird diese Woche von Ronald Graffé zusammengestellt, die Moderation teilen sich Katja Bigalke und Martin Böttcher. Für die Sendung verantwortlich zeichnet Marcus Richter, das Netz bestückt Miriam Sandabad – und ganz dem Sendungsthema folgend fordern sie auf: Meinungsäußerungen erwünscht!

Foto: „That’s my kind of freedom“ von Timothy Tsui, CC BY-SA 2.0