• 26. Juli 2013 16:07
  • Breitband², Sendung vom 27.07.2013

Der große, unbekannte Bruder?

Alle werden überwacht, aber keiner hats gewusst?


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Der Überwachungsskandal fing an mit Prism. Mittlerweile gibt es erste Berichte, dass es insgesamt drei Programme dieses Namens gibt. Auch, wenn die NSA immer im Vordergrund steht, werden aus Großbritannien und immer mehr auch Deutschland Überwachungsprogramme bekannt. Und als ob das alles nicht genug wäre, stellt sich immer wieder heraus, dass die digitale Infrastruktur, die viele Menschen alltäglich benutzen angreifbar oder einfach nur schlecht programmiert ist.

Den Überblick zu behalten fällt schwer. Durch welche Dienste werden wir mit welchen technischen Mitteln wie überwacht? An welchen Stellen haben Hardware, Software und Onlinedienste Sollbruchstellen oder eklatante Mängel im Sicherheitskonzept? Welche Möglichkeiten der Überwachung gibt es also und was sind deren Ergebnisse?

Philip Banse hat sich den Journalisten Peter Welchering und den Netzpolitik-Aktivisten und Blogger André Meister in die Sendung eingeladen. Eine Stunde lang werden nicht nur die technischen Details und Hintergründe erklärt und entworren, sondern auch die Geschichte der Überwachung und die Rolle der deutschen Politik ausführlich beleuchtet. Sind die Geheimdienste außer Kontrolle geraten?

Oder ist der aktuelle Überwachungsskandal nicht einfach die logische Fortsetzung von Bestrebungen wie der Vorratsdatenspeicherung? Haben Internetanbieter und Onlinedienste dabei mit den Überwachern zusammengearbeitet oder sind auch sie nur hilflose Opfer des großen Bruders?

Peter Welchering arbeitet als freier Journalist mit Themenschwerpunkt IT (zu Überwachung und Geheimdienstarbeit) für das Deutschlandradio und die ARD. Außerdem ist er Mitglied des Deutschen Presserates und hat verschiedene Lehraufträge an Journalistenschulen.

André Meister ist Redakteur und Autor bei Netzpolitik.org (zu Prism) und Gründungsmitglied des netzpolitischen Lobbyvereins Digitale Gesellschaft.

(Foto: Spy vs. Spy von Terry Robinson unter CC-BY-SA-Lizenz.)