Wie das Netz Japan helfen will

Breitband am 19.03.2011


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Diesen Samstag sprechen wir in Breitband weiter über die erschütternden Ereignisse, die uns per Netz und Medien aus Japan erreichen. Wie spiegelt sich die nicht endende Katastrophe im japanischen Internet? Japan ist berühmt für seinen progressiven Umgang mit modernen Technologien wie Breitband-Internet, Smartphones und sozialen Netzwerken – bleibt uns aber der Sprachbarrieren wegen oft zu fern. Welche Debatten finden statt, wie politisch ist die japanische Netzszene überhaupt? Antworten hat der Journalist Martin Kölling, der seit vielen Jahren aus Japan berichtet und bloggt.

Im Anschluss sprechen wir mit dem Netzaktivisten Julius van de Laar über die aktuelle digitale Berichterstattung und Informationspolitik von NGOs wie Greenpeace. Sind Aktivisten die neuen Journalisten?

“Spieler zu Spendern”, mit dieser der Aktion sorgte der Onlinespielekonzern Zynga für unterschiediche Kommentare. Im Online-Game “Farmville” konnten die 250 Millionen Spieler nun virtuelle Kobe-Rinder oder Daikon-Rettich kaufen – der Erlös soll als reale Spende nach Japan gehen. Clever oder zynisch? Kollege Thomas Reintjes erklärt, wie sozial solche Spendenkampagnen in sozialen Netzwerken eigentlich sind.

Außerdem beleuchten wir verschiedene Apps, Karten und interaktive Daten für den „Krisen-Alltag“ in Japan. Und auch die Netzmusik dreht sich um  Japan – einem der Länder mit der höchsten Netlabeldichte weltweit. Einige Künstler haben die aktuelle Katastrophe bereits musikalisch thematisiert. Und auch auf Youtube finden sich immer mehr Songs mit Schlagwörtern wie „japan earthquake“.

Durch die Sendung führen Philip Banse und Christian Grasse. All das zu gewohnter Zeit: Samstag um 14:05 im Deutschlandradio Kultur.

Bild: pinboke_planet @ flickr / CC-BY