• 11. März 2011 09:03
  • Formate, Sendung vom 12.03.2011, Sendungsüberblick

Social Journalism, Manipulierbarkeit der Quellen in Sozialen Medien, Google Crisis Response

Die Breitband-Themen vom 12.03.2011


> MP3-DOWNLOAD

Eingebettete Tweets in Liveblogs etablierter Medien, Youtubevideos zur medialen Erweiterung des reinen Textinhaltes und ergänzende Kommentare der Leserschaft gehören schon lange zum Alltag des modernen Onlinejournalismus. Das Netz, bzw. die Menschen, die sich darin tummeln, werden für Journalisten immer wichtiger und sind längst über die Rolle des Lesers hinausgewachsen. Al Jazeera zum Beispiel berichtete über die Unruhen im arabischen Raum oft mit Hilfe von Social-Media-Quellen und will demnächst sogar eine Sendung starten, die sich ausschließlich aus den Quellen der Sozialen Medien speist. Auch die aktuelle Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan wird durch die Echtzeitberichterstattung des Social Web komplettiert. Welche Geschichten ermöglicht die soziale Einbettung und wie könnte eine adäquate Integration dieser Quellen in den Journalismus aussehen? Darüber sprechen wir mit Mercedes Bunz.

Anschließend widmen wir uns der großen Gefahr des Social Journalism: Der Manipulierbarkeit seiner Quellen. Wie vertrauensvoll sind die digitalen Informationsgeber, wie leicht lassen sich glaubhafte Quellen vortäuschen und wie funktioniert die Überprüfung einer solchen Quelle im Social Web?

Auch uns beschäftigt das Erdbeben in Japan: Google hat auf die Katastrophe schnell reagiert und bietet auf dem Portal „Google Crisis Response“ umfassende Informationen und Links zum Thema. Dabei handelt es sich um ausgewählte Inhalte sowie aus einer Echtzeitsuche ermittelte Neuigkeiten, Videos und Tweets. Zudem entwickelte das Google-Team das Tool „Person Finder“, mit dessen Hilfe gezielt Informationen zu einzelnen Personen recherchiert oder übermittelt werden können. Wie das Ganze genau funktioniert, worin der Unterschied zur konventionellen Krisenberichterstattung liegt und welche langfristigen Ziele Google mit diesem Projekt verfolgt, klären wir mit Jörg Schieb.

In der Netzmusik geht es u.a. um die britische Musikerin und Komponistin Imogen Heap, die in den kommenden drei Jahren an einem neuen Album arbeitet und dafür ihre Fans zur Mitarbeit einlädt. Jeder könne sich mit Klängen, Worten, Bildern und Videos an sie wenden um so zur Inspirationsquelle ihrer neuen Songs zu werden. „You are the spark of inspiration […] click and discover how you can get involved with sounds, words, image and video.“

Durch die Sendung führen Vera Linß und Christine Watty.

Foto: CC-BY Flickr/Marc_Smith