• 2. Januar 2016 11:01
  • Netzmusik, Sendung vom 02.01.2016
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Aufschub & Genuß


Die Netzmusik hat in dieser Woche Roland Graffé ausgesucht und zusammengestellt.

1.) Jasmine Jordan – Possibilities (CC BY-NC-SA)
Die Creative-Commons-Musikplattform Jamendo hat sie gerade zur Newcomerin des Jahres 2015 gewählt: Jasmine Jordan aus Los Angeles.

Wir stellen ihr Stück „Possibilities“ vor, in dem Pop, Funk und R&B so schlüssig zusammenkommen, dass es kaum überrascht, dass der Track mehrere Wochen lang die Downloadcharts bei Jamendo anführte.

2.) Chris Gagnon – Leah (CC BY)
Chris Cagnon stellt sein Licht unter den Scheffel, wenn er behauptet: „I like to make music, but it’s not very good.“ Er mag vielleicht nicht zu den allerbesten Sängern zählen und auch wenn er ein Album nach dem anderen raushaut (allein drei im letzten Monat), ist deren musikalische Qualität doch erstaunlich konsistent.

Dabei tobt er sich in allen möglichen Genres aus, häufig handelt es sich um eher experimentelle Instrumental-Stücke, wir stellen aber den Song „Leah“ vor, der fast schon zum Mitsingen auffordert.

3.) The Lxst – Sugar (CC BY-SA)
Rodrick Kearse nennt sich The Lxst (auszusprechen als „The Lost“) und ist deutlich von aktuellen R&B-Größen wie Drake, Frank Ocean und The Weeknd beeinflusst.

Seinem auf Zeitlupentempo gedehnten Track „Sugar“ mangelt es textlich nicht an Deutlichkeit, es geht nunmal um Sex. Die musikalische Langsamkeit soll vermutlich auch entsprechende Genussfähigkeit signalisieren.

4.) DEKODA – Caracas (CC BY-NC)
Das Duo DEKODA kommt aus Berlin, „der Hauptstadt der Prokrastination“, wie sie sagen. Wir wissen nicht, welche Auswirkungen dieser Umstand auf die Entstehung ihrer ersten EP „Kolorit“ genommen hat.

Jedenfalls haben sie diese nun (endlich?) veröffentlicht. Davon spielen wir „Caracas“, ein Track, der in einer Vorversion einmal „Gütersloh“ geheißen haben soll.

5.) Ana treacle – missy mtn (CC BY-NC-SA)
Patrick Cederberg ist Filmemacher und außerdem Mitglied der Band shy kids aus Toronto, die im letzten Jahr ihr erstes und sehr empfehlenswertesAlbum herausbrachten.

Offenbar fühlt er sich aber immer noch nicht ausgelastet, denn unter dem rätselhaften Namen Ana treacle veröffentlicht er als Solokünstler weiteres, so etwa das ebenfalls kryptisch betitelte Stück „missy mtn“.

6.) Luk Yean – When She Walks (CC BY)
Von Luk Yean, weiß man nur sagen können, dass er offenbar in Singapur lebt und für das muntere Popstückchen „When She Walks“ verantwortlich ist.

Bildnachweis: n(n+1) von Jan Tik unter der CC BY.

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