• 17. April 2010 14:04
  • Sendung vom 17.04.2010

Auf dem Weg ins Splitternetz?

Der Mythos des dezentralen Webs.


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Wir werden zunehmend abhängig von Dienstleistern. Eine Welt ohne Google-Suche ist für viele undenkbar. Auch Soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing werden von Tag zu Tag präsenter in unserem Leben. Die Plattformen Sozialer Dienste wachsen zu eigenständigen Welten heran und Kommunikation zwischen ihnen ist nicht möglich.

Gehört die Idee eines dezentralen, offenen und unkontrollierbaren Internets also der Vergangenheit an? Sebastian Deterding sagt ja und warnt vor einer wachsenden Monopolisierung der Global Player des Sozialen Netzes. „Unser gesamtes kommunikatives Sozialleben droht, wie Wasser, Strom oder Öl künftig von einem Oligopol weniger Anbieter kontrolliert in unser Leben gepumpt zu werden.“ Dieser für viele Nutzer beängstigende Satz steht in Deterdings Ankündigungstext seiner re:publica-Session.

Christine Watty sprach mit dem Designer und Medienforscher über den Mythos des dezentralen Internets.

Foto: LevelTen_Colin / CC