• 1. September 2009 18:09
  • Medienwandel, Off-Air, Sendung vom 05.09.2009

Analog-TV am Ende


Im Frühjahr 2012 ist Schluss. Dann wollen ARD und ZDF die analoge Übertragung ihrer Fernsehprogramme beenden. Diesen Wunschtermin nannten ZDF-Intendant Markus Schächter und der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust heute Abend beim traditionellen „Funkturmgespräch“ im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Laut Schächter sind derzeit rund 40 Prozent der Geräte digitalfähig. Bevor 90 Prozent mit diesen Möglichkeiten ausgestattet sind, sei eine Abschaltung der analogen Übertragung aber nicht sinnvoll. Vorteile der digitalen Übertragung sind geringere Kosten und größere Kapazitäten. Dazu müssen jedoch die Empfangsgeräte der Zuschauer entsprechend vorbereitet sein.

Nach Einschätzung der beiden Intendanten ist der Testlauf für das hochauflösende Fernsehen HDTV bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Berlin gut gelaufen. Der HDTV-Regelbetrieb von ARD und ZDF beginnt mit der Winterolympiade in Vancouver im Februar 2010. „Das ist der Anbruch eines neuen Fernsehzeitalters“, so der ARD-Vorsitzende. Schächter kritisierte in diesem Zusammenhang Teile der Industrie. Sie habe lange HDTV eingefordert und die Sender auf die Anklagebank gesetzt. Nun ließen die Hersteller viele Besitzer der 13 Millionen „HD ready“-Geräte bei der Umstellung auf HDTV im Stich. „So viele Servicedefizite habe ich nicht erwartet“, sagte Schächter.