• 12. August 2009 19:08
  • Off-Air, Sendung vom 15.08.2009


„Die einzige Gefahr des Terrorismus ist, wie wir als Gesellschaft darauf reagieren.“ Mit diesen Worten kritisierten die Schriftsteller Ilja Trojanow und Juli Zeh die deutschen Sicherheitsgesetze heute bei unseren Kollegen im Radiofeuilleton. Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr dringe der Staat immer weiter in die Privatsphäre seiner Bürger vor, sagten die beiden Autoren in Berlin bei der Vorstellung ihres Buches „Angriff auf die Freiheit“. Im Radiofeuilleton sagte Juli Zeh, ihr Misstrauen gegenüber zu viel Überwachung habe schon weit vor dem 11. September 2001, der als Beginn des sogenannten Kriegs gegen den Terror gesehen wird, begonnen. Diesen Begriff „Krieg gegen den Terror“ bezeichnete die Autorin als höchst zweifelhaft, weil er zu groß sei das zu bezeichnen, was gemeint sei, nämlich Kriminalitätsverfolgung. Das ganze Interview können Sie hier nachhören. – Trojanow wurde mit dem Bestseller „Der Weltensammler“ bekannt. Zu Frau Zehs bekanntesten Romanen zählt „Schilf“.
Juli Zeh (Foto: ap)