• 23. Januar 2008 20:01
  • Sendung vom 26.01.2008, Topic

1001 Standard: DAB, DMB, DVB-T, DVB-H – Über die Erotik der Abkürzungen


Demnächst auch digitale Radiosignale am Himmel? Jedenfalls scheint der Demiurg den Radiokosmos verhext zu haben. Wer will sich schon mit so appealarmen Kürzeln wie DAB, DVB-T, DVB-H, DMB und HD-Radio befassen, geschweige denn auskennen? Der Mensch will Radio hören (gehört quasi zur anthropologischen Grundausstattung), aber zum Kauf von Radiogeräten und Empfang von Nachrichten, Radiofeuilletons, Magazinen, Hörspielen und Musik nicht gerade ein Ingenieurstudium hinlegen müssen.

Wir versuchen die aktuelle Lage in der nächsten Sendung zu klären. Das UKW (Ultra-Kurz-Welle)-Zeitalter geht seinem Ende entgegen. Also muß ein neuer digitaler Standard her. Über zehn Jahre wurde Gebührenzahlergeld in die DAB-Entwicklung investiert. In diesem Jahr scheint die Technik endlich befriedigend zu funktionieren. Da dreht die KEF den Hahn. Das Ende von DAB ist damit wahrscheinlich besiegelt. Wir sprachen und sprechen dazu mit Radiopionieren und Technikexperten. Ein Interview mit einem KEF-Mitglied gibt es gleich noch. Erstmal das kleine Einmaleins des Digitalradios.
DAB – Digital Audio Broadcasting. Langjähriger Favorit der Funkhäuser. Gut entwickelt, mittlerweile leistungsfähig und seit neuestem frühverrentet.
DAB + Digital Audio Broadcasting plus. Verwendet allerdings MPEG4, soll noch leistungsfähiger sein. Nicht mit DAB-Radios zu empfangen (Glückwunsch!)
DVB-T  Digital Video Broadcasting Terrestrial. Hat jeder zweite Haushalt an seiner Glotze. Die Markterschließung war einfach, da sich alle einige waren. Es geht also.
DVB-H Digital Video Broadcasting – Handhelds. Soll demnächst in die Mobilfunkgeräte eingebaut werden. Dann können wir auch unterwegs  Kampfstern Gallactica,  Biathlon-Qualifikationen und Alarm für Cobra 11 sehen.

DMB Digital Multimedia Broadcasting. Ableger von DAB und fast nur in Asien anzutreffen.
HD-Radio. Eigentlich IBOC für „In-band-on-channel“. In den USA verbreitet. In Europa lediglich in der Schweiz eingesetzt.

Markus / Breitband